„Schneckentempo“ (Tag 12-14)

Huhu ihr Lieben 🙋‍♀️

Ich bin gar nicht so langsam wie ich dachte. Zumindestens für meine Verhältnisse. Ich habe zwischen Irun und Deba ca. 70km auf dem „Camino del norte“ zurückgelegt und von Pamplona aus bin ich nun auch schon 100km auf sem „Camino Frances“ bis Logroño gelaufen.

Verrückt!!! 😱 Schon 170km!

Mal sehen wie viele es insgesamt werden, falls ich nochmal auf die Nordroute hoppen sollte. Aber was die anderen trotz toller Landschaftsbilder von der Route am Meer berichten ist grausig. Auf Kirchenböden schlafen. Vor Kirchen schlafen. Ich hoffe dass die Ferienzeit der Spanier bald endet. Hehe. Dann kann ich Nicht-spanischer-„Touri“-Peregrino wieder in den Norden. Dann gibt es wieder Betten 😋


Tag 12 (Villamayor-Torres del Rio) 11.08.

Morgens waren Mareike und ich unter den Letzten als wir 7.30Uhr aufbrachen und kaum waren wir losgelaufen, fing es auch schon an zu regnen. Regen Regen Regen. Wie 2 schwarze Vampire trabten wir durch den Matsch.

Doch es regnete zu Glück nicht allzu lange und durch den Regen war es angenehm frisch zum Wandern. Die Luft war erfüllt vom Duft nach feuchtem Gras. Links und rechts vom Weg waren riesige Hecken voller Brombeeren und so lief ich dahin und freute mich, als ich am Horizont eine kleine Siedlung entdeckte. Da! Das muss Torres del Rio sein. Doch der Weg führte erstmal im großen Bogen um die Stadt und dann von einer anderen Seite herein.

Das Hostel dort war der Hit. Mit richtigem Pool und Doppelzimmer. Und echt günstig.

Aber es war schwierig was zu essen zu finden, da es Sonntag war und der einzige Supermarkt zu hatte. Nun könnte man ja auf die 1-2 ortsansässigen Restaurants zurückgreifen, aber: die hatten nur so Fastfood-Futter. DAS wollte ich aber nicht. Also gab es Käsebrot und Oliven aus einem Verkaufsstand eines anderen Hostels. Doch die Oliven, die schmeckten irgendwie komisch. So … fischig. Und dann wusste ich warum. „Contains fish“ stand auf der Dose. Und dann fiel es mir wieder ein „Anchoa“ heißt leider nicht Olive, sondern Sardelle 😂


Tag 13 (Torres del Rio – Logroño) 12.08.

Ich wachte auf und dann hörte ich es. Es wurde immer lauter. Klipp, klapp, klipp, klapp – diese Straßen hier, kann es sein, dass gerade eine eisenbeschlagene Pferdeherde vor dem Fenster vorüberzog? Nein. Es war eine andere Art Vierbeiner. Eine ganze Horde Pilger mit Trekkingstöcken mit Stahlspitzen klapperte über den Asphalt die Straße hoch. Ihr glaubt nicht wie laut die sind.

Etwas schwerfällig gingen Mareike und ich dann los. Gar nicht weit hinter Torres war ein Ort, der künstlerisch gestaltet worden ist. So liebevoll, wie es immer wieder auf dem Camino Frances vorkommt. Viele Steine waren zu unterschiedlichsten Türmen in die Höhe gestapelt worden. In einem Baum hingen Gedenkbänder. Leise lief rührselige Musik an einem Stand, wo ein Verkäufer sich geschickt plaziert hatte um innehaltenden Wanderern einen Kaffee, O-Saft oder Sonstiges zu verkaufen.

Nur ca. 3km weiter saß ein Straßenmusiker am Rand und spielte Gitarre mit einem Verstärker, der die Musik über den Feldern noch erklingen ließ. Als ich Kristy (die den Camino schonmal gelaufen ist) begeistert davon erzählte, war sie begeistert davon, dass der immernoch spielt. Den er saß vor Jahren schon da. 😉

In Viana machten wir Pause. Irgendwie hatte ich keinen Hunger und aß deswegen dort nichts. Kaum ging es wieder los, hatte ich natürlich welchen und futterte alle möglichen Beeren vom Straßenrand (unteranderem 2 rohe schwarze Hollunderbeeren, denn ich wusste bis dato noch nicht, dass man die erst erhitzen muss 😜). Wenigstens war ich so schlau nur 2 zu essen. Und nicht den giftigen Zwerghollunder oder anderes zu testen. Und dann kamen wir an einen Weinbau. Dort stibitze ich 3-4 köstliche Trauben und meinte zu Mareike „Wir essen ja nur einzelne.“ Sie blieb daraufhin ertappt mit ihrer Rebe in der Hand stehen. 🤣

Kurz vor Logroño ging es dann durch einen Pinienwald. Der duftete unglaublich würzig und harzig. Die ganze Luft war erfüllt von diesem waldigen Geruch. Ich lief nochmal extra langsam. Naja, der Weg in die Stadt war eh schrecklich. Eine richtige Betonallee führte direkt nach dem Wald dorthin…

Doch das kleine Hostel „Winederful“ ist super knuffig mit seinen Schlafboxen. Bis auf ein unaugeklügeltes Bad-/Duschsystem. Die Türen blockieren sich dort gegenseitig und die Mini-Duschen hatten nix zum Schutz trockener Sachen. Doch am Hostel selbst ist ein kleines Cafè.


Tag 14 (Logroño) 13.08.

Weil es so schön im Hostel ist, bin ich heute hier geblieben. Naja, das ist bissl geschwindelt. Meine Füße melden sich seit Tagen zunehmend lauter zu Wort und somit musste ich paar Einlagen finden und der Blase unter der Blase am kleinen Zeh eine Chance zur Erholung bieten.

Statt für Einlagen entschied ich mich erstmal für ein paar super bequeme Laufschuhe mit nachgiebiger Sohle, die meine Füße etwas pampern sollen. Und Dehnübungen.

Morgen geht es dann weiter mit großen Schritten gen Santiago 😅😜

Mit der Kirche ums Dorf, die Streckenmessung: Camino = Google maps + 3-5km (Tag 10-11)

Hallo alle zusammen 🙋‍♀️

Die Rechnung in der Überschrift ist kein Scherz. 😉 Zumindestens nicht ganz. Immer wenn man denkt: „Da! Ich kann das Ziel sehen!“, führt der Camino einen woanders hin. An einer schönen Kirche vorbei. Mitten durch Rebenfelder. Durch einen Pinienhain. Aber eben nicht geradeaus ans Ziel. Und nicht immer ist das anvisierte Ziel das, das angestrebt wird. Oft ist es ein anderer Ort. Oft ist der Umweg das wahre Schöne. Denkt mal drüber nach…

Aber das Endziel bestimmen zur Zeit bei mir hier die Füße. Ich könnt euch ja an dieser Stelle über meine Blasen und Fußschmerzen berichten und das könnt ich wahrscheinlich sehr gut, haha. Aber das ist schnödes Pilgergeschwätz. 😜 Und langweilen tu ich damit eh schon Mareike.


Zuallererst:

Wo steckt die Suse eigentlich gerade?

Gerade bin ich in Logroño. Ich hab euch das mal aufgezeichnet, aber weit gekommen bin ich irgendwie noch nicht. Ähem. In vollem Schneckentempo voraus 🐌:


Tag 10 (Puente la Reina – Villatuerte) 09.08.

Los ging es an dem Tag recht früh, da ab 5.30Uhr sämtliche Wecker schrillten von all den lieben Mitwanderern.

Die Brücke von Villatuerte war wunderschön und sie wäre bestimmt zu späterer Uhrzeit mit mehr Licht noch fotogener gewesen. 😜 Ansonsten sind wir an dem Tag gelaufen, gelaufen, gelaufen. Und somit folgten erste Blasenprobleme.

Abends kehrten wir in die „Casa magica“ ein. Diese Herberge war wirklich schön mit einem Pool und Hängematten in einem kleinen Innenhof. Und mit mehreren von mir innig geliebten Getränkeautomaten ausgestattet – günstig und kaaalt. 😍

Abends wurde zusammen gegessen. Mit allen Wanderern und Gästen der Herberge. Es war richtig nett. Die Leute kommen alle von soweit her. – England, Australien, Südafrika nur um den Camino zu laufen. Wohl auch durch den Film „The Way“ angetrieben. Hape Kerkeling kennt da niemand. Der Vino war köstlich und somit torkelten Mareike und ich (nach der indisch schmeckenden Paella) betrunken ins altmodische Schlafgemach, wo wir darüber diskutierten, ob man es anderen Kindern als Gegenwehr erlauben sollte, das eigene Kind zu hauen, wenn es beißt. Ich schaffte es dann nicht mal mehr irgendwas auf das schreckliche Gummikissen des Bettes zu legen, damit es nicht die ganze Nacht am Gesicht klebt.


Tag 11 (Villatuerte – Villamayor de Mondjardín) 10.08.

Ich hatte an dem Tag wunderbar ausgeschlafen, trotz stetem Festkleben in der Nacht. Der Herbergenbesitzer war super nett und meinte, er habe auch schon gehört, dass sowohl die Nordroute als auch der portugiesische Camino dieses Jahr extrem überlaufen sind.

Mareike und ich machten an dem Tag eine angenehm faule Strecke. Zumindestens war das der Plan. Wir aßen ausführlich Frühstück in einem kleinen Café und genoßen das Wandern.

Unterwegs kamen wir an einem Brunnen in Irache vorbei an dem man kostenlos(!) Wein (oder Wasser) zapfen konnte. Das Wasser aus Mareikes Flasche war schnell leer und Wein drin. Ich packte den Trinkschlauch aus – aber füllte ihn natürlich mit Wasser. 😋

Und dann kam der fiese Berganstieg vor Villamayor. Ich war so glücklich ein Vierbeiner mit meinen Wanderstöcken zu sein, an denen ich mich fleißig bergauf zerrte.

Angekommen sind wir dann an der Herberge „Oasis Trails“, die sehr einfach eingerichtet war und keine Küche für die Pilger speziell hatte. Aber eine Küche in der abends wieder ein Pilgermenü angeboten wurde, was wir dankbar annahmen.

Danach packte ich meine Ukulele aus und übte erst bissl abgeschieden für mich und später mit Meredith, die mir viele neue Dinge beibrachte und die ich dann wiederum mit Mareike übte. Das hörte ein ältere Anwohner, der sich zu der bunten Truppe gesellte und einfach schräg mit voller Stimme irgendwelche spanischen Klassiker zu unserem Geklimmper sang. Der erste Tag an dem ich es nicht mehr bereute die Uku mitzuschleppen. 😍


So, da fehlen zwar noch Tage, aber die folgen morgen. 🙋‍♀️

„Die Reise nach Jerusalem“ versus „Camino deluxe“ (Tag 4-9)

Hallo ihr Lieben 😘

ich bin eine ganze Weile nicht zum Schreiben gekommen, denn es ist so viel passiert. 😱 Ich habe viele liebe Menschen kennengelernt und Fremde angesprochen. Yeah. Wie der Weg bergauf und bergab geht, so ging es mir auch emotional, denn es ist schwieriger geworden als ich dachte. Und ich habe festgestellt wie gut es ist Probleme nicht immer allein lösen zu müssen.


Tag 4 (San Sebastian) 03.08.

Tatsächlich habe ich mir noch am selben Tag eine Isomatte und ein Trinksystem gekauft. Und ansonsten den Tag entspannt, geräumt und Wäsche gewaschen und wild irgendwo aufgehangen.

Abends hab ich mich mit Kristy getroffen. Es war richtig toll sie wiederzusehen. Wir saßen mit einer Riesentüte der leckersten Churros meines Lebens am Strand. Gingen Baden mit Riesenwellen und haben versucht Sangria im Supermarkt zu kaufen und keinen gefunden! Ob ihr es glaubt oder nicht. Es gibt Supermärkte in Spanien die keinen haben 😂 Also sind wir mit ner Flasche Rotwein losgezogen und wollten eigentlich erst eine Grundlage mit Tapas schaffen und konnten uns nicht entscheiden wo. Also musste der Wein dran glauben auf Kristys Minibalkon, wo kaum 2 Stühle hinpassten, geschweige denn wir. 😂

Deutlich angeheitert unterhielten wir und über Gott und die Welt und stolperten dann auf der Suche nach den besten Tapas durch die Straßen von San Sebastian. Und fanden den kulinarischen Himmel auf Erden – eine riesige Auswahl köstlichster Kleinigkeiten. Angetrunken war es viel leichter den zu finden. 😜


Tag 5 (San Seb – Orio) 04.08.

So sehr Kristy und ich auch den Wein genossen hatten, er bestrafte uns am nächsten Morgen. Ausgemacht war 7.30 treffen. Und es wurde nach 8.00Uhr, da wir beide nicht fertig wurden. Endlich mal ein zeitflexibler Mensch wie ich 😂

Der Weg mit ihr hat total Spaß gemacht. Es war eine schöne Strecke und wir waren bester Dinge.

In Orio trennten wir uns dann schon gegen späten Mittag, denn da warteten an der Herberge bereits wieder so viele Pilger, das ich Panik hatte, noch weiter bis nach Zarautz mit Kristy mitzulaufen, denn sie hatte schon Wochen vorher eine Unterkunft dort gebucht und ich konnte da keine bezahlbare mehr online finden. Wir waren beide traurig drüber. Doch auch Isa hatte am Abend zuvor schon kein Bett mehr in der Herberge von Orio bekommen.

Es ist so, je später man an einer Herberge ankommt, umso schlechter ist aktuell die Chance auf ein Bett. Die Herbergen nehmen die Pilger in der Reihe der Ankunftszeit auf bis sie voll sind. Und der Norden ist nicht auf diese Menge Pilger vorbereitet, die dieses Jahr kommen. Manche Herberge fasst nur 30 Pilger. Und es gibt nur 1, max. 2 pro Ort. Und alle wollen in die Herbergen, da die meist gegen Spende sind und sonst maximal 15€ kosten. Alle anderen Unterkünfte kosten teils 70 bis über 130€.

Also war mein Plan nun nur noch bis maximal 12.00Uhr am Tag zu wandern um einen günstigen Schlafplatz zu haben. Es ist wie ein Lauf um die günstigen Betten – wer langsamer läuft zahlt im Norden drauf pro Nacht wegen der aktuellen Ferienzeit, weil alles andere schon weg ist. Und das nimmt dem Camino del norte jeglichen Reiz. Ich fing an mich zunehmend gestresst zu fühlen. Wie bei dem Spiel „Reise nach Jerusalem“ nur das man, wenn man nicht rechtzeitig an der Herberge ist, arm wird. Und man kann sich nicht vorher Betten reservieren. Das geht nur in manchen öffentlichen Herbergen, wo man vorher anrufen muss. Doch versteht im Norden keiner Englisch. Man will es dort auch nicht verstehen. Und red ich spanisch? – nein.

Nun, ich war rechtzeitig (2h vor Öffnung) an der Herberge und die war sehr schön. Nur die Leute dort, fast alles Spanier, waren sehr verschlossen. Also machte ich allein Yoga und übte Ukulele.

Kristy traf sich in Zarautz mit Isa.


Tag 6 (Orio – Zumaia) 05.08.

Ich ging alleine. Es war ein schöner Weg nach Zumaia mit einem untypischen Eukalyptuswald, wo ich mir gleich ein paar Blätter gegen meine leichte Erkältung pflückte, doch innerlich entspannen konnte ich irgendwie nicht. Mich überholten die Leute, und ich fragte wo sie schlafen wollten. Und alle wollten nach Zumaia.

Ich lief lief lief ohne Pause und erwischte die anderen (Isa, Kristy und noch paar neue Gestalten) noch beim Pause machen in Zumaia und wir freuten uns total, uns zu sehen. Nur leider war der Ort mein Endziel und die andern wollten noch über 10km weiter und das hätte ich vllt. nicht geschafft. Und es warteten auch schon ca. 20 Pilger vor der Kloster-Herberge in Zumaia, die 25 Leute fasst. Es war 12.30Uhr also blieb ich da. Die Herberge machte ja 15.00Uhr auf. Immerhin. Und dann kam eine Familie mit Kind. Könnt ihr euch vorstellen was in mir vorging? Ich checkte sofort (sicherheitshalber) andere Unterkünfte in Zumaia und es gab keine mehr… Du siehst das Kind und weißt es geht vor. Du willst dass es vorgeht und hast gleichzeitig Angst auf der Straße zu schlafen. Das sind Gefühle/ Sorgen, die man nicht haben möchte…

Ich kam knapp rein, aber alle nach mir wurden abgewiesen… Nicht mal zelten auf dem Gelände des Klosters durften sie.

Ich hatte an dem Tag auch wieder keine nette Gesellschaft, nur kurze Gespräche mit einer älteren Dame, der ich insgeheim den Spitznamen „Eiserne Jungfrau“ gab. Den hat sie sich verdient. Und ich fühlte mich zunehmend unwohler und einsamer auf dem Weg.


Tag 7 (Zumaia-Deva) 06.08.

Ich lief wieder allein und entschied mich für eine schönere Alternative bis Deva, die etwas anspruchsvoller sein sollte, aber dafür am Meer entlangführte. Sie war gleich lang zur original Route und ich beschloss den Weg zu genießen und nicht mehr schnell zu laufen für ein Bett. Immerhin hatte ich einen Puffer eingeplant. Die anderen hatten am Vortag abends kein Bett in Deba gefunden und mussten mit dem Zug 30Min. aus der Stadt fahren. Aber ich wollte diesen Stress nicht mehr. 12Uhr machte die Herberge auf, buchen konnte ich schon vorher nichts mehr online, und ich plante 11Uhr da zu sein. Und ansonsten fahr ich halt auch aus der Stadt, dachte ich mir. Kein Bettenrennen.

Der Weg war traumhaft. Ich kann es kaum in Worte fassen, diese Wälder, die Klippen, es war von unfassbarer Schönheit. Ich genoß es so sehr.

Und dann verlief ich mich. Wie ich das geschafft habe? Susan-Stil natürlich: Ich wollte einen steile Klippe abkürzen. Und mein Reiseführer beschrieb einen unausgeschilderten Umweg. Und dann stand ich da. Allein auf der Wiese und ich fing an die Uhr ticken zu hören. Die Tränen stiegen mir hoch, ich jagte durchs Dickicht querfeldein in die Richtung wo ich dachte, dass ich hinmuss, und fand nach 45Min. einen kleinen Pfad, der mich wieder richtig leitete.

Und soll ich euch was sagen? Mir war nicht mehr zum Lachen. 12.30Uhr stand ich in der Touristen-Info in Deba zur Anmeldung in einer Herberge mit 56 Betten, die 12Uhr aufmacht. Und es gab nichts mehr. Kein Hotel. Kein Hostel. Nichts. Das ist kein Scherz. Nichtmal in den Nachbarorten. Und ich war nicht allein. Unmengen obdachloser Pilger pilgerten verzweifelt durch die Straßen von Deba für eine Lösung.

Ich sprach in der Info ein anderes Mädel an, auch eine Deutsche – wie sich herausstellte, und fragte sie, was sie jetzt macht. Sie wusste es nicht. Also gingen wir was trinken. Aus einem Bier wurden 2 und nachdem wir spontan eine gemeinsame Unterkunft in nem edlen Hotel mit Pool in Pamplona gebucht hatten, fragte ich sie nochmal, wie sie heißt. Das hatte ich nämlich schon wieder vergessen. 😂 Mareike.

Also sind wir mit Zug und Bus nach Pamplona. Bye bye Deba


Tag 8 (Pamplona) 07.08.

Nun, wer sich ein wenig geografisch auskennt, wird wissen, dass Pamplona überhaupt nicht auf dem „Camino del norte“ liegt. 😂 Pamplona ist Teil der Camino-Stammstrecke, der Pilgerautobahn nach Santiago.

Was wir vorhatten wussten wir an dem Tag noch nicht. Zurück in den Norden mit komplett vorgebuchter Strecke oder ein Stück hier laufen. Alles war unklar. Und das fühlte sich zum ersten Mal seit Tagen wieder gut an. 😋

Wir verstanden (und verstehen) uns sehr gut und haben gründlichst Wäsche gewaschen und auf Camino-Art zum Trocknen im edlen Hotelzimmer verteilt. Das war „Camino deluxe“. 😍 Ein Tag der Ruhe. Nur baden im Pool, bissl durch die schöne Stadt schlendern, lecker Essen und die Pause genießen.

Und es reifte der Plan, den normalen Camino zu testen. Von Pamplona aus. Denn der ist unterkunftmäßig bestens abgedeckt und vielmehr Leute verstehen Englisch, aufgrund der vielsprachigen Pilger. Außerdem ist es im Gegensatz zum Norden möglich, Pilgerherbergen 1 Tag im vorraus online zu buchen.


Tag 9 (Pamplona – Puente la Reina) 08.08.

Da bin ich nun. Auf dem normalen Camino. Und es ist …. heiß! 34°C – so heiß, dass der Wanderschweiß gleich wieder getrocknet ist. Da krieg ich jetzt sicher ne richtig schöne Bauarbeiter-Bräune. 😄

Aber: der „Camino frances“ ist landschaftlich komplett anders als der Norden. Hier bestimmen Felder das Landschaftsbild. Ich habe Felder voller Riesensonnenblumen gesehen mit Blütentellern so groß wie 2 Hände. Das Getreide ist geerntet worden und überall liegen Strohballen. Es ist so komplett anders und so anders schön. Und es war der erste Tag, an dem ich entspannt habe auch wenn mir abends die Füße von den 24km brannten.

Wir sind auch an dem berühmten Blechfiguren vorbeigekommen, die man aus fast jedem Caminofilm kennt.

Es war ein toller Tag und wir konnten abends entspannt die Unterkunft für den nächsten Tag buchen.

Was ich jetzt vorhabe? Ich weiß es nicht. Ich denke ich lauf den Hauptweg, bis die anderen im Norden nicht mehr auf dem Boden schlafen müssen. Camino-Hopping! Denn auch ein nettes Mädel aus Dänemark (das ich am ersten Tag in Irun schonmal getroffen hatte) erzählte mir, dass sie mit Schlafsäcken im Park von Zarautz schlafen mussten, weil sie nirgends anders hinkonnten und es das regnen anfing. Und auch Isa und Kristy schliefen nach Deba auf dem Kirchenboden.

Nein nein nein – Camino del norte

Ich versuche den Camino de Frances

Und damit, bis bald 🙋‍♀️

Die ersten Tage auf dem Camino (Tag 1-4)

Hallo ihr Lieben🙋‍♀️

Lange nichts geschrieben, aber es ist so viel passiert, dass ich gar nicht dazu kam. Den Kopf frei kriegen? Entspannung? Dazu kam es bisher noch gar nicht, aber jetzt mal von vorne… Der Beitrag ist zwar nun recht lang, aber ich versprech euch er ist nicht langweilig 🤣


Tag 1 (Bahnhof Hendaye – Irun) 31.07.

An dem Tag bin ich gut gelaunt am Bahnhof von Hendaye angekommen und gemütlich nach Irun gelaufen um in die dort ansässige Herberge einzuchecken. 16Uhr macht die auf und 16Uhr war ich da und mit mir 20 andere Pilger 😱

Die Herberge fasst ca 60 Leute. Und sie mussten 20 weitere ablehnen. Das kann ja lustig werden, dachte ich mir bereits da. 😅

Die Herberge selbst war einfach aber praktisch eingerichtet. Ich habe gelernt meine Wäsche mit Seife und Waschbrett zu waschen. Das Doppelstockbett (gabs sicher für 50€ bei Ikea) schwankte bedrohlich wenn ich Schwergewicht es erklomm. Es gab Einmalbettwäsche aus dem Material von OP-Hauben für die Gummimatratzen was das alles mit Schlafsack unglaublich rutschig machte und es gab oben keine Begrenzung. Dementsprechend war mein Schlaf, doch ich bin nicht abgestürzt. Aber es war ein Bett 😍 Ich lerne das gerade zu lieben.

In der Unterkunft waren die Regeln streng: 22Uhr war Bettruhe, um 6 sollte aufgestanden werden, 6.15 Frühstück und spätestens um 8 sollten alle Pilger raus sein. Aber jetzt kommt’s: wer mich kennt, weiß wie grießgrämig ich morgens um 6 bin.


Tag 2 (Irun-Hondarribia-irgendwo im Gebirge) 01.08.

Punkt(!) 6Uhr startete ein fanfarenartige klassische Musik in den Schlafsälen und … bäm … das Licht ging an. Ich dachte mich trifft der Schlag. Ich hatte mir ja auch einen Wecker gestellt. Ich wär doch auch aufgestanden. Aber das war schrecklich. Wie Frühdienst in ner Riesengruppe… Die anderen sprangen aus den Betten und die Hälfte war schon losgelaufen. Um 6Uhr morgens!!! Und um 7.30 begannen sie uns rauszuwerfen. Da standen wir dann alle draußen, im strömenden Regen mit den krassesten Blitzen die ich je gesehen habe … Regenjacke an, Regenponcho drüber dachte ich mir und los geht’s! Ich hatte ja alles imprägniert … anscheinend bis auf die frisch gewaschene Regenjacke, die sich gemächlich vollsaugte. 😁👍

Aber die Laune wurde mit abnehmenden Regen gegen Mittag besser und so nutzte ich den Tag um mich bissl in Hondarribia umzusehen (nach Meinungsumfragen wohl die schönste Stadt Spaniens) und ging dort zum Strand, sprang ins Meer und genoss den Tag in vollen Zügen, da ich am nächsten Tag über einen Gebirgspass wollte.

Gegen 15Uhr brach ich in Richtung geplanter Herberge auf. Irgendwo in Jaizubia sollte die sein. Die Sonne schien und der Schweiß und ich liefen 2 Stunden Hang aufwärts. Bis zur … geschlossenen!!! Herberge. Da hätte ich wohl mal die News zu meinem Reiseführer checken sollen.

Im Hotel nebenan konnte man mir auch kein Bett mehr geben. Und ansonsten war da nur noch ein Restaurant. Der nette Herr des Hotels fuhr mich die 500m zurück zum Restaurant, da er mich wohl 100m vor seinem Hotel hat fluchen hören, da ich ausgerutscht war. Auch das noch. Also stand ich mit blutigem Knie vorm Restaurant und stellte fest dass es eine Bar war, die nur Fingerfood anbot. Da checkte ich nun die Hotels in Hondarribia und Irun während ich mir den Bauch mit selbstgemachten Chips vollschlug. Es gab noch 1-2 Hotels für 170Euro aufwärts für den einfachsten Raum. Denn alles andere war komplett ausgebucht. Und ich hätte um 19Uhr nochmal ne Stunde zurücklaufen müssen und morgens wieder hoch. Also beschloss ich eine Nacht vor einer Kirche mit Vordach zu schlafen, die Eremita Guadeloupe, was wohl geht wie ich gelesen hatte und nachts war es ja auch warm.

Gesagt und getan. Also nach dem Essen 200 Höhenmeter den Berg rauf und zur Kapelle marschiert. Und ich war nicht die Einzigste. Später kam noch ein älterer Italiener an, der ebenso keine Unterkunft hatte. Aber er hatte ein Biwakzelt dabei. Und die Kirche hatte auch ne Videoüberwachung für den Außenbereich. Also hatte ich keine Angst.

Und wieder gab es eine Sache die ich nicht bedacht hatte.


Tag 3 (Eremita Guadeloupe – Passaia) 02.08.

Was ich nicht bedacht habe? Wie kaaaaaaalt Steinböden ohne Isomatte sind. Die ganze Nacht hab ich gefroren wie ein Hund, mich nach links und rechts gedreht wegen Schmerzen oder eingeschlafenen Gliedmaßen und letztenendes im Sitzen geschlafen um möglichst wenig Kontakt zum Boden zu haben. Komplett aufgewacht bin ich morgens um 6Uhr (nach vllt. effektivem Schlaf von 3-4h) und war erstaunlich fit. Und ihr werdet es nicht glauben: die ersten Pilger sind um die Zeit schon an mir vorbei den Berg hochgejagt. Diese Irren, es war noch nichtmal richtig hell und die kamen sicher aus dem 4km entfernten Irun 😂 Aber wem’s gefällt.

Also alles gepackt und los auf den Gebirgspass nach Passaia. 11km standen auf dem Plan und ich hatte die Wahl: schwierigerer Gipfelweg mit 350 Höhenmetern und perfekter Aussicht und toller Strecke oder den leichteren Weg an der Seite des Berges entlang. Da ich die letzten Tage (auch in Paris) schon um die 10-12km gelaufen bin, dachte ich mir den Gipfelweg schaff ich schon, wenn auch langsamer und dann kann ich ja in Passaia schlafen. Dort gab es direkt eine Herberge. Und der Weg lohnte sich auf jeden Fall, er war bezaubernd schön und als bissl Wolken kamen war es eine unglaubliche Stimmung da oben, Regen war keiner angesagt und kam auch nur etwas Nieselregen. Einfach fantastisch.

Später gingen die Wegen wieder zusammen, der einfache und mein schwieriger. Und auf einmal stand ich vor dieser Beschilderung (dabei sei gesagt, dass man beim Jakobsweg den gelben Pfeilen folgt) :

Also wohin? Während ich noch überlegte kamen Kristy (Australien) und Isa (Deutschland) hinzu und wir sind gemeinsam den als kürzer ausgeschilderten Weg nach Passaia gelaufen, über die letzten Hügel. Passaias Zentrum ist genauso hübsch wie Hondarribia. Wir haben zusammen was gegessen und gingen vorerst getrennte Wege, ich wollte ja dort gleich in der Herberge schlafen.

14.30 war ich an der Herberge. 16 Uhr macht die auf. Aufgenommen werden ja immer die ersten Pilger die da sind, lieber früher da sein, dachte ich mir, wenn auch der Nordweg inzwischen so überrannt ist. 14 Betten hatten die. Ratet mal, wie viele Leute schon davor saßen. 🙈 15 Leute! Ein Mann (Familienvater mit Kleinkind) fuhr mich auf Englisch an, dass ich doch gehen solle sie seien eh schon zu viele.

Ich wollte weinen, ich war fix und fertig von der vorherigen Nacht und der Bergtour. Komplett durch. Und das war die einzige Herberge dort. Herbergen sind für Pilger oft gegen Spende und ansonsten maximal 15€. Und auch hier waren die anderen Hotels unbezahlbar.

Also hab ich schnell Isa angeschrieben und sie gebeten mit Kristy auf mich zu warten und bin mit der Fähre zum anderen Ufer und hab sie geschwind aufgeholt, da die beiden noch einkaufen waren. Kristy hatte bereits eine Übernachtung in San Sebastian gebucht aber Isa wollte in eine Herberge noch vor der Stadt einkehren, die von einer Kommune christlicher Hippies (ähnlich wie die Armish in den USA) geführt wurde. Da ich komplett am Ende war, haben mich die 2 super lieb motiviert und so sind wir noch 4km von Passaia Richtung San Seb gelaufen. Und haben dabei noch eine Höllentreppe erklommen.

Angekommen an der Unterkunft wurde uns mitgeteilt, dass auch sie keine Betten mehr hätten. Auch die Couchen und die Hängematte war schon belegt. Ich dachte ich dreh durch. Ich wollte einfach nur noch nach Hause zurück. In mein Bett.

Doch die Leute dort waren so lieb. Sie besorgten für alle ohne Unterkunft Zelte. Ebenso für eine Truppe Spanier die bis nach San Seb gelaufen waren und von da wieder zurück weil alle Unterkünfte voll waren. In einer Großstadt(!!!) Nun ist halt spanische Urlaubszeit.

Ihr glaubt nicht, wie man sich nach so viel Unfreundlichkeit darüber freut. Sie hatten auch einen Festtag ihrer Glaubensrichtung und somit gab es abends ein 3 Gänge Menü mit frisch gegrillter Makrele für alle gegen Spende. Und es wurde gemeinsam gegessen und getrunken. So unfassbar lieb.

Und so schliefen Isa und ich im Zelt.


Tag 4 (San Sebastian) 03.08.

Und wieder hab ich die ganze Nacht vom Boden her gefroren. Und nach dem Aufwachen direkt eine Nacht im 3km entfernten San Sebastian gebucht. 40€ für ein 8 Bett-Zimmer. Ich will nicht darüber nachdenken. Aber: Bett, Wifi, Meer und Pause. Ich will den Horror unterbrechen sonst schmeiß ich die Flinte ins Korn. 😅

Aber: das Frühstück bei den Hippies war irre gut und mir tut dank Magnesium und Dehnübungen mit Isa fast gar nix weh. Und nur 2 kleine rote Stellen an den Füßen dank Hirschtalgcreme. Keine Blasen. Nix.

Kristy ruht sich heute auch noch in San Seb aus. Und wir treffen uns später für einen Sangria.

Und ich werd in den Decathlon hier. Eine Isomatte muss her! Und ich denk über ne Trinkblase nach. Mal sehen.

Und morgen geht es weiter! Mit neuem Mut. Und ich hoffe das ich jetzt nicht jeden Tag um ein Bett fürchten muss…

Alles Liebe euch 🙋‍♀️

Susan, die (aktuell nicht mehr) Obdachlose

Guten Morgen … Paris? 😱

Liebe Grüße aus dem TGV! Wie das passieren konnte? Das fragt ihr mich? 😂

Nun ja 😂 Alles fing mit einem Picknick am Eifelturm an…

Während der Zeit als ich noch im Hostel/AirBnB auf die Abreisezeit gewartet habe, kamen die neuen Gäste zurück. Zwei super nette Kanadier. Somit sind Andre (aus Mexico), Colin und ein Mädel mit einem echt seltsamen Namen, den ich mir nicht zu schreiben getraue, und ich noch eine Runde in die Stadt so ca. 20Uhr. Wir waren an der Champs-Élysées und am Triumphbogen und sind dann mit Sekt und Futter bestückt zu einem Nachtpicknick am Eifelturm gelaufen. Es war richtig schön und gemütlich… Und ich bin rechtzeitig mit 30Minuten Puffer Richtung Metro los.

Jaaahaha, aber warum sitze ich dann nicht im Bus? 😁

Nun die erste Metro fiel aus, dann waren Bauarbeiten und dann zeigte mir mein Handy plötzlich, das die Bahn in die ich umsteigen wollte erst in über einer Viertelstunde wieder fuhr statt 5-minütlich wie normal. Da bin ich aus dem Bahnhof gerannt ins nächste Taxi gesprungen und hab mich die 3km zum Bus fahren lassen. Und war rechtzeitig da. Pfuuu… Dort auf den Plan geschaut. ABER – warum steht mein Bus nicht drauf? Aufs Ticket geschaut, auf die Anzeigetafel geschaut, aufs Ticket geschaut – ooooooooha!!! 😱😱😱 Mein Bus fuhr schon 23Uhr. Und woher ich die 50Minuten von „23.50Uhr“ genommen hatte? Keine Ahnung. Also stand ich da, es roch nach Urin, überall herumhetzende Menschen und ich musste laut anfangen zu lachen. Warum sollte es auch anders anfangen als so? Ich komm irgendwann noch zu meiner eigenen Beerdigung zu spät. 🤣

Ich hab also ein langersehntes TGV Ticket gebucht, bin zum Bahnhof Montparnasse gefahren und hab mich dort nachts um 1Uhr nach einem Hotel umgeschaut. Im Metrobahnhof spielte ein wahnsinnig guter Gitarrist eigene Lieder und „You should go and love yourself“, wie passend. Er arbeitete gesanglich mit dem Hall des Bahnhofs, es hatte etwas magisches.

Nun sitze ich im TGV und werde später das erst Stück meines Weges gehen. Von Hendaye nach einer Herberge in Jaizubia mit einem Abstecher über Hondarribia, das eine bezaubernde mittelalterliche Altstadt haben soll und wohl zu einer der schönsten spanischen Städte gekürt wurde.

Ab heute werde ich die Abstände meiner Berichte strecken. Also wundert euch nicht.

Liebe Grüße aus dem schnellsten Zug der Welt. 😍

Eure Susan 🙋‍♀️

Paris – Oper und Museum d’Orsay

So … ein letzter Tag in Paris und um 23.50Uhr fährt mein Bus ab nach Hendaye. Yeaaah.

Heut morgen hab ich erstmal keinen guten Grund gefunden aufzustehen. Weder Kaffee noch französische Kekse haben mich aus dem Bett gelockt. Und das war auch gut so. Ein netter Mithostler/Mitbewohner/anderer Übernachtungsgast aus Brasilien fragte mich nach meiner Ukulele und unterhielt uns alle den ganzen Vormittag. Er verstimmte alle Seiten, bis sie ihm gefielen. Und dann spielte er los. Ohne Regeln. Er wolle eh nur rauchen und spielen meinte er und zeigte uns die Instrumente die er mitgebracht hatte. 😉

Gegen Mittag hab ich mich dann in die Oper geschleppt, ein Tipp vom einem aus Mexico. Mir tat alles weh… Das wird noch lustig mit dem Laufen 🤣 Aber es hat sich mehr als gelohnt.

Und danach noch in die Austellung im Museum d’Orsay. Da hängen einige bekannte Werke von Monet, van Gogh, Manet, Renoir, …

Zum Abschluss ein Eis und jetzt noch Zeit totschlagen bis der Bus kommt.

Bis dann 🙋‍♀️

Paris, die Zweite – Pantheon, Notre Dame und Centre Pompidou

Vielleicht wundert ihr euch, warum ich schon aus Paris und nicht erst aus Spanien schreibe. 😉 Für mich ist das eine Übung, denn das mit dem Blog ist neu für mich und man muss erstmal rausfinden wie das aus technischer Sicht funktioniert und das ist gar nicht so einfach mit dieser schrecklichen (vermutlich absichtlich) verbugten kostenlosen WordPress-Version. 😂 Ebenso das Schreiben selbst ist ungewohnt…

Morgen Nacht werde ich aber endlich mit dem Bus nach Hendaye fahren und am Mittwoch beginnt der Weg. Ich bin meeega gespannt. Und etwas nervös. Bin die letzten 2 Tage halb Paris abgelaufen und das erste Zwicken ist schon da. Haha. Oh mann. 🙈

Heute bin ich am botanischen Garten vorbei zum Pantheon gewandert, das mich mächtig beeindruckt hat. Das Gebäude hat eine starke Aura durch seine Vergangenheit und die Persönlichkeiten in der Krypta. Da kam ich Riese mir ziemlich klein vor.

Ebenso die Notre Dame ist gigantisch. Ich hätte sie zu gerne im intakten Zustand von innen gesehen. Doch nach dem Brand ist das Gelände weiträumig abgesperrt und mit Sichtzaun und Stacheldraht abgesichert worden. Da kommt keiner rein.

Das Centre Pompidou ist auch definitiv eine Empfehlung wert, wenn man an Kunst interessiert ist.

Ich hätte nie gedacht das Paris mir so gefällt. 😍 Ich komme definitiv wieder hierher, denn ins Disneyland, nach Versailles oder ins Moulin Rouge hab ich es nicht geschafft. Für letzteres fehlt mir auch das Geld. Meldet sich jemand freiwillig der mich dahin einlädt? 😂🤣

Ansonsten kann ich sagen, dass Paris auch außerhalb der Hauptattraktionen sehr schön ist. Es ist geprägt von vielen kleinen Lädchen für Tee, Kleidung, Bücher sowie Cafès und Restaurants. Viel weniger große Ketten als in München und ich darf nichts kaufen. 😭

Und somit: danke fürs Lesen meines Blogs 😉 und gute Nacht für heute 🙋‍♀️